Das Stereotyp

Definition

Als Stereotyp bezeichnet man die Vorstellungen darüber, wie sich Angehörige einer bestimmten sozialen Gruppe verhalten, bzw. zu verhalten haben. (Geschlecht, Berufsgruppe, Volksgruppe, Altersgruppe).

Ein Stereotyp ist stark verallgemeinernd, weil es allen Mitgliedern einer sozialen Gruppe die gleichen Eigenschaften zuschreibt.

 

Beispiele

Geschlechterstereotyp:
Frauen sind gefühlsbetont, Männer verstandesorientiert.

Nationalitätenstereotyp:
Die Deutschen sind gründlich und fleißig.
Südländer sind heißblütig und romantisch.
Briten sind seriös und distanziert und tragen Melonen.

Zweifelsohne steckt hinter jedem Stereotyp ein Körnchen Wahrheit. Männer und Frauen sind nun mal unterschiedlich. Verschiedene Volksgruppen haben unterschiedliche Mentalitäten, die sich allgemein gesehen auch in unterschiedlichen Verhaltensweisen äußern. Trotzdem sagt ein Stereotyp niemals etwas über den Einzelfall aus. Dessen sollte man sich bewusst sein.

Man unterscheidet zwischen einem Autostereotyp (wie eine soziale Gruppe über sich selbst denkt), und einem Heterostereotyp (wie eine soziale Gruppe von anderen gesehen wird). Beide können erheblich voneinander abweichen.

 

Zum Schmunzeln

Viele Witze, Sketche und Komik leben von Stereotypen. Wer hat nicht schon einmal über einen Blondinen-, Österreicher- oder Ostfriesenwitz gelacht?

Hier ein Beispiel, das mir besonders gut gefallen hat:

Der Himmel ist dort,
wo die Polizisten Briten sind,
die Köche Franzosen,
die Mechaniker Deutsche,
die Liebhaber Italiener
und alles von den Schweizern organisiert wird.

Die Hölle ist dort,
wo die Köche Briten,
die Mechaniker Franzosen,
die Liebhaber Schweizer,
die Polizisten Deutsche sind
und alles von den Italienern organisiert wird.

 

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Copyright 2011 Dipl.-Psych. Ingeborg Prändl